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Demenz in der Forschung

Die wissenschaftliche Forschung hat in den letzten Jahrzehnten viele positive Entwicklungen erbracht. So ist die Diagnose wesentlich früher möglich und spezifischer geworden. Außerdem hat sich die Behandlung von einigen Demenz-Formen verbessert. Ohne klinische Studien wäre dies nicht möglich gewesen. Aktuell werden weitere klinische Studien durchgeführt. In diesen wird u.a. geprüft, ob andere Therapieformen oder Medikamente den Krankheitsverlauf aufhalten oder bestimmte Beschwerden verbessern können. Hier können Sie klinische Studien in ihrer Umgebung finden.

Warum gibt es klinische Studien?

Klinische Studien sind ein wesentlicher Teil des medizinischen Entwicklungsprozesses. Nur durch systematisches Untersuchen von klinischen Daten können sicherere und wirksamere Arzneimittel entwickelt werden. Obwohl neue Therapien inzwischen eine große Bandbreite von Krankheiten erfolgreich behandeln können, besteht noch viel ungedeckter medizinischer Bedarf.

Wo finden klinische Studien statt?

Studien werden von zugelassenen Prüfärzten durchgeführt. Diese finden in folgenden Einrichtungen statt:

  • Arztpraxen und Gemeinschaftspraxen (Allgemeinmediziner*innen und Fachärzt*innen)
  • Universitätskliniken und Krankenhäusern (in den entsprechenden Fachabteilungen)
  • Professionelle Prüfarztzentren, die ausschließlich klinische Studien durchführen

Individuelle Therapie

Die Behandlung wird individuell für jede*n Patient*in gestaltet. Dabei wird insbesondere die Art und das Stadium der Demenz, sowie das Alter und der allgemeine Gesundheitszustand berücksichtigt. Oft werden verschiedene Behandlungsmöglichkeiten kombiniert, auch, um Begleiterkrankungen zu behandeln.

Aktuelle Behandlungsmöglichkeiten

Demenz ist in den meisten Fällen nicht heilbar. Ziel vieler Behandlungsansätze ist es, ein selbstbestimmtes Leben der Patient*innen so lange wie möglich zu erhalten. Dafür können verschiedene Therapiemöglichkeiten in Betracht gezogen werden, die in erster Linie die Symptome lindern und den Krankheitsverlauf verlangsamen sollen:

  • medikamentöse Therapie (z.B. Antidementiva)
  • nicht-medikamentöse Therapie (Verhaltenstherapie, kognitives Training, autobiografische Arbeit, Realitätsorientierung, Musiktherapie, Mileutherapie, Ergotherapie,…)

Demenz: fortgeschrittenes Stadium

Langfristig nimmt bei allen Formen der Demenz die kognitive Leistungsfähigkeit ab. Außerdem kommt es häufig zu Veränderungen der Persönlichkeit. Die Patient*innen werden zu einem Zeitpunkt nicht mehr in der Lage sein, ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen. Dieses so lange wie möglich zu fördern ist Ziel der meisten Therapieansätze. Die Lebensqualität kann durch Aktivierung, Beschäftigung und Zuwendung gesteigert werden.

Früher oder später benötigen viele Betroffene Hilfe im Alltag. Daher ist es empfehlenswert, dass sich Patient*innen und ihre Angehörige möglichst frühzeitig mit dem Thema auseinandersetzen und die nächsten Schritte planen.

Zu den wichtigen Fragen gehören:

  1. Kann und will die Person in der eigenen Wohnung bleiben?
  2. Welche Art von Unterstützung ist im Alltag gebraucht?
  3. Wer kann diese Hilfe leisten?
  4. Welche Angebote der ambulanten Pflege gibt es?
  5. Falls eine Pflege in den eigenen vier Wänden nicht möglich ist - kommen Alternativen in Frage?

Demenz in Zahlen

Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 300.000 Menschen an Demenz. Da täglich weniger Menschen an der Krankheit sterben, als es Neuerkrankungen gibt, nimmt die Zahl der Demenzkranken in Deutschland über die Jahre zu. Im Moment leben etwa 1,6 Millionen Menschen mit Demenz in Deutschland.

Demenz-Formen:

Es gibt viele verschiedene Formen von Demenz. Die häufigste und bekannteste Demenz ist die Alzheimer-Krankheit. Es gibt Unterschiede im Beginn, Verlauf und der Behandlung zwischen den verschiedenen Demenz-Formen.

  • Alzheimer: die häufigste Form der Demenz. 30-40% der über 80-jährigen sind davon betroffen. Bei dieser Form sterben Nervenzellen und die Verbindungen zwischen den Nervenzellen im Gehirn ab. Dadurch kommt es zunächst zu Einschränkungen im Kurzzeitgedächtnis und später auch im Langzeitgedächtnis.
  • Lewy-Körperchen-Demenz: nach den Eiweiß-Resten (Lewy-Körperchen) benannt, die sich in der äußeren Schicht des Gehirns (der Großhirnrinde) ablagern. Die Symptome sind ähnlich wie bei der Alzheimer-Krankheit.
  • Vaskuläre Demenz: Durchblutungsstörungen in bestimmten Teilen des Gehirns, die für unterschiedliche Ausfälle oder Einschränkungen verantwortlich sind.
  • Frontotemporale Demenz: ausgelöst durch den Untergang von Nervenzellen im vorderen und seitlichen Bereich des Gehirns, führt diese Form zu Veränderungen der Persönlichkeit. Erst später kommen die typischen Gedächtnisstörungen der anderen Demenz-Formen hinzu.
  • weitere Formen - sekundäre Demenzen: als solche werden demenzähnliche Symptome bezeichnet, wenn sie durch Medikamente oder eine andere Krankheit ausgelöst werden. Bei sekundären Demenzen können die Symptome auch wieder verschwinden, wenn die ursächliche Krankheit behandelt wird. Zu den auslösenden Krankheiten gehören Alkoholkonsumstörung, Schilddrüsenerkrankungen oder Vitamin-Mangelzustände.

Was passiert da genau im Körper?

Das ist je nach Demenz-Form etwas unterschiedlich. Allen gemein ist, dass alterungsbedingte Veränderungen im Gehirn stattfinden. Häufig werden dabei Nervenzellen zerstört und das Gehirn schrumpft. Der Verlust der Nervenzellen führt zu unterschiedlichen Symptomen, je nachdem, welcher Bereich des Gehirns betroffen ist.


Medizinische Fragen?

Falls Sie Fragen zu Ihrer Gesundheit oder Medikamenten haben, wenden Sie sich bitte an Ihre Ärzt*in..

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Grafik von zwei Personen, die mit einer Gesundheitseinrichtung kommunizieren.

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